Potenzmittel stellen eine Erektionshilfe dar

Viele Männer leiden an Erektionsproblemen. Dies stellt meistens eine hohe Belastung für die Psyche dar und kann auch die Beziehung auf Dauer auf eine harte Probe stellen. Zudem können der Störung auch Krankheiten zugrunde liegen. Daher sollte man die Symptomatik unbedingt medizinisch abklären lassen. Die gute Nachricht ist aber auch, dass eine erektile Dysfunktion kein Dauerzustand bleiben muss. Es gibt zahlreiche Potenzmittel auf dem Markt, die die männliche Erektionsfähigkeit unterstützen und fördern.

Wann braucht „Mann“ ein Potenzmittel?

Potenzmittel stellen eine Erektionshilfe dar. Männer können auf sie zurück greifen, wenn sie Probleme haben, eine Erektion zu bekommen. Hier spricht man auch von einer erektilen Dysfunktion. Diese liegt vor, wenn in zwei von drei Fällen der Versuch, eine Erektion zu bekommen, fehl schlägt. Dies gilt sowohl für die Entstehung der Erektion als auch für die Aufrechterhaltung. In der Folge ist es für den Mann nicht möglich, den Geschlechtsakt auszuüben. Zusätzlich wird die Diagnose gestellt, wenn dieser Zustnad seit mindestens sechs Monaten vorherrscht. Es muss sich also um eine andauernde Störung handeln. Die erektile Dysfunktion kann unterschiedlichste Ursachen haben. Häufig liegen hier körperliche Ursachen zugrunde wie Durchblutungsstörungen. Die Dysfunktion kann aber auch auf einen Mangel des Hormons Testosteron zurückzuführen sein. Weiter kommen aus psychische Aspekte in Betracht. Hier sind die häufigsten Auslöser Stress, Depressionen, Angsterkrankungen oder Probleme in der Partnerschaft. Erektionsstörungen können allderdings auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente hervorgerufen werden. Zum Teil kann die erektile Dysfunktion auch ein Hinweis auf eine Gefäßerkrankung wie eine Arteriosklerose sein. Diese dient als Vorbote eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls. Aus diesem Grund sollte man Potenzprobleme immer medizinisch abklären lassen.

Mit steigendem Alter nehmen auch die erektilen Störungen beim Mann zu. In der Altersgruppe der 40 – bis 49-Jährigen leiden etwa 10 % unter Erektionsproblemen. Bei Männern in einem Alter zwischen 60 und 69 leidet bereits jeder Dritte darunter. In der Altersgruppe der Männer ab 50 sind die Ursachen der Erektionsstörung zumeist körperlicher Natur. Grundsätzlich entsteht die erektile Dysfunktion in Folge einer körperlichen Erkrankung nicht von jetzt auf gleich, sondern sie entwickeln sich schleichend. Zudem ist sie unabhängig von dem Geschlechtsakt mit einem Partner oder einer Selbstbefriedigung. Auch die nächtlichen Erektionen bleiben in deren Folge aus. Sind psychische Ursachen der Grund für die Erektionsstörung, so kann die Dysfunktion auch plötzlich auftreten. Oft treten die Störungen hier auch nur in Abhängigkeit von bestimmten Situationen oder Ereignissen auf. Die meisten Betroffenen haben dabei ein Alter von unter 50 Jahren.

Die Behandlung der Impotenz

Die Behandlung richtet sich vor allem nach der Ursache der Störung. Grundsätzlich ist es ratsam, die Ursache zu finden und diese zu behandeln. Ist dies nicht möglich, kann alternativ oder auch unterstützend auf die Einnahme von Potenzmitteln zurückgegriffen werden. Hierbei handelt es sich um sogenannte Phosphodiesterase-5-Hemmer. Das erste in Deutschland zugelassene Medikament war Sildenafil. Es wurde 1998 auf den Markt gebracht. Weitere Potenzmittel folgten mit Tadalafil, Vardenafil und Avanafil. Die Medikamente sind verschreibungspflichtig und in der Apotheke erhältlich. Sie werden vom behandelnden Artz nach einer eingehenden Anamenese verschrieben. Dies ist sehr wichtig, da die Medikamente nicht risikofrei sind und eine Reihe von Nebenwirkungen mit sich bringen. Bei der Einnahme der Medikamente ist es wichtig, sie zeitig einzunehmen. Dabei gilt es zu beachten, dass die Wirkung in der Regel nach etwa einer halben bis einer Stunde einsetzt. Die PDE5-Hemmer Sildenafil und Vardenafil haben eine Wirkungsdauer von 4 – 5 Stunden. Bei Avanafil hingegen hält die Wirkung bis zu 6 Stunden an. Bei Tadalafil verbleibt der Wirkstoff sogar bis zu 36 Stunden im Körper. Die Wirkdauer ist abhängig vom Individuum und der Dosierung. Manche Männer kommen mit einer niedrigen Dosierung zurecht, andere benötigen eine höhere Einnahmemenge. Die individuelle Dosierung legt der behandelnde Arzt fest. Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, muss eine sexuelle Stimulation erfolgen. PDE5-HEMMER steigern aber nicht die Lust, sondern verbessern lediglich die Erektionsfähigkeit. Mit der Einnahme sollte man generell langsam beginnen und die Dosierung bei Bedarf dann vorsichtig steigern.

Phosphodiesterase-5-Hemmer

PDE5-HEMMER wirken in der Form, dass sie die Gefäße rund um die Schwellkörper erweitern. Gleichzeitig entspannt sich die Muskulatur. Dies führt dazu, dass vermehrt Blut in die Schwellkörper des Penis fließen kann. In der Folge kann die Erektion stattfinden. Das wohl bekannteste Potenzmittel ist Viagra. PDE5-HEMMER blockieren das Enzym PDE5. Das ist wichtig, da es den Botenstoff cGMP abbaut und sich die Gefäßmuskulatur in der Folge nicht mehr entspannen kann. Dadurch können sich auch die Gefäße nicht erweitern und der Blutfluss wird gestört. Die Hemmer werden Oral eingenommen. Es gibt sie in der Regel in Tablettenform.

Ein PDE5-HEMMER ist Sildenafil. Es erleichtert die Erektionsfähigkeit und verlängert die Erektionsdauer im Rahmen einer sexuellen Stimulation. Die Gefäße erweitern sich und die Muskulatur entspannt. Das Medikament ist in verschiedenen Dosierungen von 25 mg über 50 mg hin zu 100 mg erhältich. Die maximale Einzeldosis sollte eine Tablette pro Tag betragen. Es handelt sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament. Grundsätzlich darf Sildenafil nicht zusammen mit Nitraten eingenommen werden. Außerdem ist von der Anwendung abzuraten, wenn eine schwere Herz-, Leber- oder Augenerkrankung vorliegt.

Ein weiterer PDE5-HEMMER ist Tadalafil. Dies ist ein Wirkstoff, welcher in Cialis oder Cialis Generika enthalten ist. Das Medikament wird als Tablette eingenommen. Die Einnahme sollte ewa 30 Minuten vor dem Geschlechtsakt erfolgen. Die Wirkung kann bis zu 36 Stunden anhalten. Nach ca. 2 Stunden wird die maximale Konzentration im Blut erreicht. Dies geht einher mit der maximalen Wirksamkeit. Im Vergleich zu anderen Potenzmitteln ist bei Tadalafil eine längere Wirkdauer gegeben. Daher gibt es auch den Begriff „Wochenendpille“. Wird das Medikament niedrig dosiert, so kann die Anwendung täglich erfolgen. Tadalafil sollte nicht von Männern mit Herzproblemen eingenommen werden. Die grundsätzliche Wirkung unterscheidet sich nicht von der des Wirkstoffs Sildenafil.

Das dritte Potenzmittel ist Avanafil. Es ist auch unter den Bezeichnungen Spedra oder Stendra bekannt. Avanafil wird als Tablette eingenommen. Die Einnahme sollte etwa eine halbe Stunde vor dem Geschlechtsverkehr erfolgen. Die Wirkung kann zwischen 12 und 34 Stunden betragen. Patienten, die unter Herz-Kreislauf-Problemen oder einem schweren Nieren- oder Leberproblem leiden, sollten von der Anwendung absehen. Auch bei Avanafil ist die Wirkweise dieselbe wie bei den vorigen Potenzmitteln. Allerdings setzt die Wirkung schneller ein. Die Wirkdauer liegt im Mittel zwischen 6 und 17 Stunden. Die Einnahme erfolgt auch hier als Tablette. Im Gegensatz zu den anderen potenzsteigernden Mitteln ist bei Avanafil auch die Liste der Nebenwirkungen geringer. Dosierungen gibt es ab 50 mg über 100 mg hin zu 200 mg. Die empfohlene „Startmenge“ liegt bei 100 mg. Die Einnahme sollte maximal 1 mal pro Tag erfolgen.

Der vierte Wirkstoff aus der Gruppe der PDE5-HEMMER ist Vardenafil. Die Einnahme des Medikaments erfolgt maximal einmal pro Tag und etwa 25 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsakt. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Von einer kombinierten Einnahme mit anderen Medikamenten wird dringend abgeraten, da es ansonsten zu einem Abfall des Blutdrucks kommen kann.

Was setzt die Wirkung herab?

Allderdings kann nicht jede Art der Erektionsstörung behandelt werden. Sind Nerven zerstört, so haben die PDE5-HEMMER keine Chance, zu wirken. Auch können der Genuss von Alkohol oder eine zu fettreiche Mahlzeit dazu führen, dass das Medikament nicht wirkt.

Nebenwirkungen

Die PDE5-HEMMER bringen eine lange Liste an Nebenwirkungen mit. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen oder Schwindel. Weiter kann es zu Augenerkrankungen kommen wie Sehstörungen, einer verschwommenen Wahrnehmung und Veränderungen des Farbsehens. Patienten berichten zudem von Gefäßerkrankungen wie Hitzewallungen oder einem Flush. Eine verstopfte Nase ist ebenfalls ein häufiges Symptom. Darüber hinaus kann es zu Verdauungsstörungen kommen und Übelkeit. Auch wurden Hautausschläge beobachtet sowie Nasenbluten, Sodbrennen, Mundtrockenheit, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen. Auch ein Tinnitus oder Herzrasen sowie Bluthochdruck oder ein niedriger Blutdruck sind zu beobachten. Die Muskekln und Extremitäten können schmerzen und es kann zu einer verstärkten Müdigkeit und Brustschmerzen kommen. Seltener sind auch weitere Erkrankungen der Augen zu beoachten wie eine Iriserkrankung, Schwellungen und Ödeme odre auch Reizungen, Verfärbungen und Blutungen. In schlimmen Fällen kann die Einnahme zu einem plötzlichen Herztod oder einem Herzinfarkt führen. Weiter können sich Herzrhythmusstörungen bemerkbar machen sowie ein Vorhofflimmern oder eine Herzenge.

Weitere Potenzmittel

Alternativ zu den PDE5-Hemmern gibt es noch das rezeptpflichtige Alprostadil. Dieses Medikament wird aber eher selten verschrieben und auch nur dann, wenn die PDE5-HEMMER nicht wirken. Bei dem Stoff handelt es sich um ein synthetisch nachempfundenes Produkt des körpereigenen Prostaglandin E1. Es handelt sich hierbei um ein Medikament, welches die Durchblutung fördert und die Blutgerinnung hemmt. Anders als PDE5-HEMMER kann Alprostadil auch bei einer Nervenschädigung verwendet werden. Die Anwendung erfolgt allerdings nicht oral, sondern lokal. Dies sieht so aus, dass das Mittel entweder in den Schwellkörper injiziert, oder aber in die Harnröhre eingeführt wird. Die Anwendung ist allerdings sehr schmerzhaft und kann nicht ohne ausreichende Anleitung durchgeführt werden. Auch liegt hier eine erhöhte Verletzungsgefahr vor. Bei Alprostadil handelt es sich im Übrigen um eine Creme.

Ein weiteres Potenzmittel ist Apomorphin. Hierbei handelt es sich um ein Aporphin.Alkaloid. Die Stimulation erfolgt direkt über das Zentrale Nervensystem. Auch dieses Medikament ist verschreibungspflichtig und seit 2001 auf dem deutschen Markt. Nach etwa vier Jahren wurde das Mittel jedoch vom Markt genommen, da die Abverkäufe sehr schlecht waren. Es befindet sich aber weiterhin in der Forschung.

Ein weiterer Wirkstoff ist Cantharidin, Dabei handelt es sich um ein natürliches Potenzmittel mit einer aphrodisierenden Wirkung. Es kann aus verschiedenen Käferarten oder auch der Spanischen Fliege gewonnen werden. Die Einnahme von Cantharidin ist umstritten. Die Erektion kann dabei sehr schmerzhaft verlaufen. Cantharidin ist schwer zu dosieren und es kann im schlimmsten Fall eine dauerhafte Impotenz entstehen. Das Potenzmittel kann oral eingenommen oder auf die Genitalien gerieben werden.

Weitere Alternativen sind rezeptfreie Potenzmittel. Für diese natürlichen Varianten gibt es allderings keine belegbaren Studien und Nachweise. Häufig sind hier Wirkstoffe enthalten, die generell als durchblutungsfördernd gelten. Darunter finden sich vor allem Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Antioxidantien wie grüner Tee oder Brombeeren. Diese Mittel haben auch eine vorbeugende Wirkung. Zu den häufigsten Wirkstoffen dieses Bereichs zählen Turnera Diffusa, Arganin, Maca oder Yohimbin. Yohimbin hat eine psychogene Wirkung und kann Stress- und Angstsymptome lindern. Dem Wirkstoff Maca wird eine aphrodisierende Wirkung zugesprochen. Bei Turnera Diffusa handelt es sich ebenfalls um eine Pflanze mit einer aphrodisierenden Wirkung. Versuche an Ratten haben zudem an den Tag gebracht, dass das Sexualhormon Progestron positiv beeinflusst wird, was sich potenzsteigernd auswirkt. Zuletzt handelt es sich bei Arganin um eine Aminosäure, die vor allem in Nüssen und Kernen zu finden ist. Es beeinflusst sowohl das Gefäß- als auch das Nervensystem. Es steht im Zusammenhang mit dem EDR-FAktor, durch welchen sich die Muskulatur entspannt und die Gefäße erweitern.

Unter den natürlichen Potenzmitteln findet sich unter anderem auch der Ginseng. Er ist vor allem aus der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannt und dort schon seit Jahrtausenden als wirksames Heilmittel im Gebrauch. Ginseng regt die Potenz an und ist gut verträglich. Auch Horny Goat Weed oder die Elfenblume ist ein natürliches Potenzmittel, welches in Pulverform vertrieben wird. Das Produt kann sowohl die Fruchtbarkeit steigern als auch die Erektionsfähigkeit verbessern. Die Wirkung ähnelt der des Medikaments Viagra. Auch das Gewürz Safran ist ein natürlicher Potenzsteigerer. Es wirkt sich sowohl auf die Liebido des Mannes als auch auf die Libido der Frau aus. Es ist zudem antioxidativ und entzündungshemmend.

Vorsicht

Der Markt der Potenzmittel ist riesig. Gleiches gilt für die Nachfrage. Wer unter Erektionsstörungen leidet, der versucht im Zweifel alles, um eine Heilung herbeizuführen. Daher wird auch viel Schindluder betrieben. Besonders im Internet kursieren zahlreiche gefälschte Produkte. Die Einnahme ist aber nicht ungefährlich und kann schlimme Nebenwirkungen mit sich bringen. Dies liegt daran, dass die Produkte nicht ausreichend getestet sind, schädliche Substanzen enthalten und nicht dem Reinheitsgebot entsprechen. Daher sollte man ein Potenzmittel immer über die Apotheke beziehen. Zudem ist ein Gesundheitscheck im Vorfeld ratsam, um eine Gefährdung durch die Einnahme auszuschließen.

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Fazit

Die Auswahl an Potenzmitteln ist groß. Die Wirkweise wird besonders bei den rezeptpflichtigen Medikamenten bestätigt und belegt. Diese bringen allerdings auch ein hohes Gesundheitsrisiko durch die zahlreichen Nebenwirkungen mit sich. Eine schonendere Alternative stellen hier die natürlichen Potenzmittel dar. Deren Wirkung konnte durch Studien zwar noch nicht abschließend belegt werden. Allerdings sind viele Produkte frei von Nebenwirkungen oder sehr nebenwirkungsarm, so dass die Einnahme in jedem Fall einen Versuch wert ist. Allem voran sollte aber immer eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt stehen.