Viagra – durch Zufall Hilfe bei Potenzproblemen

Eine Nebenwirkung wird zum Gewinn

Jeder, der das Wort „Viagra“ hört, denkt fast unmittelbar an die kleinen blauen Pillen und was sie für ein positiven Einfluss auf das Sexualleben des Mannes und damit auch der Frau haben können, doch nur bei wenigen geht das Wissen tiefer, dabei steckt hinter Viagra viel mehr.

Viagra ist lediglich der Handelsname eines Medikaments, das die Firma Pfizer auf den Markt gebracht hat, der eigentliche Wirkstoff ist Sildenafil.

Viagra – durch Zufall Hilfe bei Potenzproblemen. Doch die Firma Pfizer bezweckte eigentlich etwas ganz anderes als sie Sildenafil entdeckten und auf den Markt brachten. 1990 begannen Forscher der Firma in England damit ein Mittel gegen Herzbeschwerden zu suchen. Das dabei gefundene Mittel, welches zu diesem Zeitpunkt nur eine Nummer und noch keinen Namen besaß, hemmte das Enzym PDE-5, daher stammt auch noch heute die Zugehörigkeit des Medikamentes zur Wirkstoffgruppe der PDE-5-Hemmer.

Als man in der letzten Phase den neuen Wirkstoff an Patientengruppen testete, berichteten einige Männer von Erektionen nach der Einnahme des Medikamentes. Das Forschungsteam maß dieser unbeabsichtigten Wirkung jedoch keine Bedeutung bei. Es hatte sich in der Erforschung tatsächlich als vielversprechend bei Herzbeschwerden gezeigt und wurde deshalb zu diesem Zweck 1991 als „Sidenafil Citrate“ zum Patent angemeldet und kurze Zeit später auf den Markt gebracht.

Nach einigen Jahren stellte sich jedoch heraus, dass Sildenafil nicht wirklich zur Linderung pektanginöser Beschwerden beitrug, also konzentrierte man sich auf die zuerst unbeachtete sexuelle Wirkung. In drei verschiedenen Ländern (England, Frankreich und Schweden) wurde die Wirkstoffwirkung erneut getestet. 90% der 300 Männer berichteten dabei über eine Erektion nach dessen Einnahme.

Pfizer brachte Sildenafil 1998 erneut auf den Markt mit einem neuen Patent. Dieses Mal unter dem Namen Viagra. Sie erlangte schnell Bekanntheit durch die bildgebende Betitelung „Potenzpille“.

Erst im Abstand von mehreren Jahren kamen weitere Medikamente aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer auf den Markt. Dank Viagra ist der Pharmakonzern Pfizer jedoch immer noch führender Marktanteilseigner im Bereich der Substanzen gegen erektile Dysfunktion, auch wenn sein Anteil mit der Einführung weiterer Medikamente auf dem Weltmarkt gesunken ist.

Kleiner Wirkmechanismus – große Wirkung

Welcher Wirkmechanismus steckt hinter der berühmten Pille?

Als potenzsteigerndes Mittel wirkt es im konkreteren Sinne gegen erektile Dysfunktionen, vielen eher als Erektionsstörungen bekannt. Vielen ist daher nicht bewusst, dass Viagra keine Erektion hervorrufen kann, wenn keine sexuelle Stimulation vorhanden ist. Ist jemand also nicht in der Lage sexuelle Erregung zu empfinden, kann ihm auch ein PDE-5-Inhibitor wie Viagra ihm nicht helfen.

Der Name der Wirkstoffgruppe beschreibt bereits, welcher Wirkmechanismus dahinter steckt: PDE-5-Hemmer. Wirkstoffe dieser Gruppe hemmen die Phosphodiesterase vom Typ 5. Phosphodiesterase-5 ist ein Enzym, dessen Aufgabe es ist cGMP zu spalten.

Um nun zu wissen, was Viagra tut, muss man wissen, was cGMP ist.

Es ist die Abkürzung für cyclisches Guanosinmonophosphat. Betrachtet man den physiologischen Prozess einer Erektion aus biochemischer Sicht, ist cGMP eigentlich das so ziemlich letzte Glied dieser Kette.

Der Penis besteht aus drei verschiedenen Schwellkörpern. Für eine Erektion relevant ist der Penisschwellkörper, welcher die lateinische Bezeichnung Corpus cavernosum penis trägt. Der Schwellkörper besteht aus einem Gefäßgeflecht vorrangig aus Arterien und kann somit mit Blut gefüllt werden, dies geschieht aber nicht zufällig.

Vor der sichtbaren Erektion wird Stickstoffmonoxid im Schwellkörper freigesetzt. Dieses aktiviert Guanylatatcyclase und das erhöht wiederum die Ausschüttung von cGMP. Als zellulärer Botenstoff ist es für die Weiterleitung von Signalen verantwortlich und in diesem Falle bewirkt es eine Muskelentspannung innerhalb des Schwellkörpers, sodass sich sogenannte Sperrarterien öffnen und der Corpus cavernosum sich mit Blut füllen kann. Gleichzeitig wird das Abfließen des Blutes über die Venen verhindert, das Blut verbleibt im Schwellkörper,dadurch richtet sich dieser auf.

Nun kommt dann die Phosphodiesterase-5 ins Spiel. Sie spaltet das cGMP, die Muskelentspannung nimmt ab, das Blut entweicht aus dem Corpus cavernosum wieder in den Körper, die Erektion ist beendet.

Ein PDE-5-Hemmer wie Viagra greift an diesem Punkt ein. Wird die Phosphodiesterase-5 gehemmt, ist sie nicht in der Lage dazu cGMP zu spalten und die Erektion dauert an und auch nur geringe Mengen cGMP reichen aus, um eine Erektion zu erzeugen.

Irgendwann baut der Körper jedoch auch den Wirkstoff Sildenafil ab. Dies geschieht in der Leber durch Enzyme. Die Abbauprodukte werden anschließend über die Leber und die Nieren ausgeschieden.

Viagra kann mehr als man glaubt

Auch wenn es sich damals als wirkungslos bei der Behandlung einer Angina pectoris gezeigt hat, heißt das nicht, dass der Wirkstoff Sildenafil bei keiner anderen Erkrankung einen positiven Effekt hat. Neben der bekanntesten Wirkung gibt es noch weitere.

Bei der Behandlung einer erektilen Dysfunktion sollte die Maximaldosis von 100mg täglich nicht überschritten werden, geläufig sind Tabletten mit 50mg und sollte etwa eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden.

Zugelassen ist Sildenafil darüber hinaus zur Behandlung einer idiopathischen pulmonal-arteriellen Hypertonie. Wie einst bei Viagra machte man hier die Nebenwirkung zur Wirkung. Eine PAH beschreibt einen Bluthochdruck innerhalb des Gefäßsystems der Lunge. Die in Deutschland zugelassene Dosierung liegt bei dreimal 20mg täglich. Kritiker beanstanden dabei jedoch, dass vorhandene Studien bei ihrer Wirkung von viel höheren Dosierungen ausgegangen sind.

Für die Therapie der PAH kann Sildenafil in Tablettenform peroral wie bei Viagra verabreicht werden oder intravenös.

Weiterhin hat Sildenafil noch mehrere Wirkungen, die allerdings nicht für eine Behandlung zugelassen sind, aber dennoch genutzt werden. Man spricht dann von einem Off-Label-Use.

Seine Wirkung bei der erektilen Dysfunktion und der PAH beruht aus seiner vasodilatierenden Wirkung, es stellt also die Blutgefäße weit, was zu einer Druckabnahme innerhalb des Gefäßsystems führt. Dieser Wirkmechanismus kann auch bei der Hypertonie (Bluthochdruck) innerhalb des Körperkreislaufs genutzt werden und nicht nur in der Lunge.

Immer mehr Anwendung findet es auch bei der Therapie von Frühgeborenen mit einer Bonchopulmonalen Dysplasie. Diese Erkrankung tritt häufig bei besonders frühgeborenen Kindern auf, die entweder aufgrund ihrer unreifen Lunge noch zu wenig Surfactant besitzen, ein Stoff, welcher für die Oberflächenspannung in den Lungenbläschen verantwortlich ist und diese somit offen hält oder zum Beispiel über einen längeren Zeitraum künstlich beatmet werden mussten. Auch hierbei verengt sich das Gefäßsystem und Bestandteile der Lunge.

Beim Raynaud-Syndrom verengen sich ebenfalls die Gefäße in den Fingern und Zehen, dadurch wird die Durchblutung vermindert. Sie kennzeichnen sich dann durch blasse bis bläuliche Verfärbungen, Kälte, Kribbeln und Gefühlsstörungen. Die vasodilatatorische Wirkung kann hier helfen, die Finger und Zehen wieder zu durchbluten.

Eine Wirkung bei Mukoviszidose und der Therapie eines Schlaganfalls wird diskutiert, doch flächendeckend eingesetzt oder erprobt, ist es in diesen Fällen nicht.

Der Pharmakonzern Pfizer hat sich in einer mehrjährigen Studie Anfang der 2000er darauf konzentriert mit Viagra auch sexuelle Funktionsstörungen der Frau behandeln zu können, so sollte nicht nur an Männer, sondern ebenfalls an Frauen verkauft werden können. Doch diese großangelegte Forschung wurde eingestellte, da eine ausreichende Wirksamkeit nicht bewiesen werden konnte und Pfizer in die Kritik geraten ist eine Krankheit bei Frauen zu schaffen, die es eventuell gar nicht gäbe.

Jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch dieses

Kein Mechanismus, keine Aktion im Körper ist so einzigartig, dass ein Wirkstoff nur darauf zugreifen kann.

Ein Zitat besagt „Ein Medikament das wirkt, hat auch immer Nebenwirkungen. Hat es keine Nebenwirkungen, wirkt es auch nicht“.

So ist es auch bei Viagra. Auch wenn in der ersten Studie vor der Markteinführung kaum Nebenwirkungen festgestellt wurden, haben sich mit der Zeit einige herauskristallisiert.

Nebenwirkungen werden auf Beipackzetteln nach ihrer Häufigkeit klassifiziert, der Schweregrad der Nebenwirkung findet dabei keine besondere Erwähnung, sondern obliegt der Beurteilung des Einzelnen. Früher wurde die Wahrscheinlichkeit der Nebenwirkungen mittels Zahlen angegeben, so zum Beispiel 1 von 1000. Heute wird die Wahrscheinlichkeit in den meisten Fällen mit Worten beschrieben wie „sehr häufig“, „häufig“, „gelegentlich“, „selten“ und „sehr selten“. Wer mit diesen Angaben nichts anfangen kann, kann aber im Internet danach suchen, welcher nummerischen Wahrscheinlichkeit diese Worte entsprechen.

Sehr häufig treten Kopfschmerzen als Nebenwirkung auf. Immer noch häufig kommen Schwindel und Sehstörungen vor. Diese äußern sich meistens durch erhöhte Lichtempfindlichkeit und unscharfes Sehen und sehr seltenen Fällen kann es bis zur Erblindung kommen. Gesichtsrötungen, Herabsetzung des Reaktionsvermögens, Magen- und Darmbeschwerden sowie eine Rhinitis treten ebenfalls häufig auf.

Zu den als Dyspepsien bekannte Magen- und Darmbeschwerden gelten eine Vielzahl von Symptomen. Meistens kennzeichnen sich diese durch Übelkeit und Erbrechen, ein Völle- sowie Blähgefühl, Sodbrennen und retrosternale Schmerzen. Letztere treten auch häufig bei kardialen Erkrankungen auf und sollten im Zweifel ärztlich abgeklärt werden.

Eine Rhinitis ist der Fachbegriff für eine Nasenschleimhautentzündung oder die bei jedem bekannte verstopfte Nase.

Nur gelegentlich tritt nach der Einnahme ein Hautausschlag auf sowie ein trockener Mund, Müdigkeit und Penisblutungen auf. Als Somnolenz wird eine Bewusstseinsstörung bezeichnet, die einer starken Benommenheit entspricht, aber keiner Bewusstlosigkeit, auch sie kann vorkommen. Genauso wie eine herabgesetzte Berührungsempfindlichkeit der Haut, eine sogenannte Hypästhesie.

Obwohl eine Erektion die gewollte Wirkung des Viagras ist, kann auch ein Priapismus vorkommen, also eine schmerzhafte Dauererektion, die über Stunden anhalten kann. Diese sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen, sondern behandelt werden. Ein Priapismus kann nämlich zu signifikanten Folgeschäden am Penis führen, neben den starken Schmerzen.

Durch die Einschränkungen des Reaktions- und Sehvermögens sowie des Bewusstseins ist eine besondere Vorsicht geboten beim Führen von Fahrzeugen oder Maschinen und auf der Arbeit.

Selten treten Hörstörungen bis zur Taubheit auf und zu niedriger, aber auch zu hoher Blutdruck. Gravierende Erkrankungen wie ein Vorhofflimmern, Herzinfarkt oder Schlaganfall werden ebenfalls als Nebenwirkung gelistet, doch Viagra ist dabei nicht die Krankheitsursache selber, sondern nur ein auslösender Faktor bei bestimmten Vorerkrankungen und Dispositionen.

Eine Nebenwirkung unabhängig jeder Wahrscheinlichkeit ist eine allergische Reaktion. Allergische Reaktionen können sich auf verschiedenste Art und Weise äußern, von leichtem Juckreiz, über Schwellungen der Schleimhäute und Schwierigkeiten beim Atmen, bis hin zu schweren systemischen Schädigungen, die zum Tod führen können.

Prinzipiell sollte jedwede Nebenwirkung dem behandelnden Arzt gemeldet werden, damit dieser das an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte weiterleiten kann. Manche Nebenwirkungen bedürfen aber auch eine medizinischen Behandlung. In diesem Falle reicht ein Telefonat nicht aus, sondern nur eine körperliche Untersuchung und anschließende Therapie.

Eine Überdosierung Viagras führt nicht zu einer gesteigerten Wirkung, sondern lediglich zu drastischeren Nebenwirkungen und sollte keinesfalls bewusst herbeigeführt werden.

Abseits der Nebenwirkungen gibt es auch noch sogenannte Wechselwirkungen, die meistens bei anderen Arzneistoffen, aber auch bei Lebensmitteln beispielsweise vorkommen können.

Sildenafil interagiert mit CYP3A4-Inhibitoren wie dem Antibiotikum Erythromycin oder Cimetidin, welches ein häufig gebräuchlicher Magensäure-Blocker ist, da diese Medikamente ebenfalls durch die Beteiligung dieses Enzyms metabolisiert werden. Aber auch Grapefruitsaft kann in Wechselwirkung mit Viagra treten. Dies kann zu einer Erhöhung der Wirkstoffkonzentration im Plasmaspiegel führen, da der Sildenafil-Abbau gehemmt wird. Diese Wirkung an sich kann schädlich sein, doch es verändert auch die Wirkung des Medikaments.

Auch Alphablocker zur Behandlung von Bluthochdruck oder Prostatabeschwerden können bei gleichzeitiger Einnahme mit Viagra zu lagerungsabhängigem niedrigem Blutdruck führen. Diese Hypotonie kann zu Schwindel, aber auch zu kurzzeitigen Bewusstlosigkeiten führen.

Keine Einnahme, wenn…

Auch wenn man es vorher nicht gerne glauben mag und sich von der Wirkung Viagras einiges erhofft, gibt es bestimmte Umstände, bei denen man auf eine Einnahme verzichten sollte. Dabei handelt es sich meist um die eigenen Vorerkrankungen. Diese Auschlusskriterien, die man besser nicht missachten sollte, nennen sich Kontraindikationen.

Von einer Einnahme sollte man dringend Abstand nehmen, wenn man gleichzeitig nitrathaltige Medikamente zu sich nimmt. Den meisten ist hierbei das Nitrolingual-Spray bekannt, welches einen relativ hohen Wiedererkennungswert aufgrund seiner roten Pumpflasche hat. Dieses Medikament wird vielen, besonders älteren, Menschen mit Herzerkrankungen und hohem Blutdruck verschrieben. Da sowohl Viagra als auch Nitrolingual-Spray eine Vasodilatation (Gefäßerweiterung) erzeugen, kann eine gleichzeitige Einnahme zu einem ungewollten, rapiden Blutdruckabfall führen, der im Zweifel sogar zur Bewusstlosigkeit oder zum Tod führen kann, wenn Herz und Gehirn nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Deshalb sollte auch jeder darauf verzichten, der generell zu einem niedrigen Blutdruck neigt (eine sogenannte Hypotonie).

Prinzipiell sollte Menschen mit jeglichen koronaren Herzkrankheiten (KHK) von einer Viagra-Einnahme abgeraten werden. Dies gilt auch für Herzinsuffizienzen.

Der Wirkstoff Sildenafil wird über die Leber verstoffwechselt, daher sollte es nicht an Patienten mit Lebenfunktionsstörungen abgegeben werden, da ein Abbau unter Umständen nicht mehr gewährleistet ist.

Die wohl allgemeingültigste Kontraindikation ist eine Allergie. Leider lässt sich diese kaum vor einer ersten Einnahme diagnostizieren. Stellt man allerdings allergische Zeichen bei sich fest, ist von einer weiteren Einnahme in der Zukunft abzusehen und je nach Schwere der Symptomatik ein Arzt aufzusuchen.

Nicht nur chronische Erkrankungen können gegen Viagra sprechen, auch Patienten, die erst kürzlich einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten haben, sollten zu ihrem eigenen Schutz auf die Einnahme verzichten. Der Körper ist einerseits im Allgemeinen noch geschwächt von der schwerwiegenden Erkrankung, andererseits riskiert man gefährliche Minderdurchblutungen, der so oder so erkrankten Region und damit einen noch größeren Gewebeschaden bis zum -untergang.

Kein Ausschlusskriterium, aber dennoch ein Vorsichtsgebot gilt für Erkrankungen des Blutes wie Leukämie, Blutgerinnungsstörungen und einer Sichelzellanämie. Eine Einnahme ist in diesen Fällen nicht direkt mit lebensgefährlichen Komplikationen verbunden, doch trotzdem sollte zuerst eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Das Gleiche gilt bei Geschwüren innerhalb des Magen-Darm-Traktes.

Als Letztes sollte noch die Wirkung Alkohols auf Viagra angesprochen werden. Obwohl Alkohol im Allgemeinen eine eher enthemmende Wirkung hat und das Sexualverlangen erhöhen kann, senkt es auch den Testosteronspiegel. Trinkt man nun große Mengen Alkohol, kann dies die Wirkung Viagras abschwächen, daher sollte auf eine Kombination verzichtet werden.

Wie und wo bekommt man Viagra?

Viagra gehört zu den verschreibungspflichtigen Medikamenten. Das bedeutet, man kann sie nicht einfach in der Apotheke erwerben, sondern muss sie sich von einem Arzt verordnen lassen.

Üblicherweise handelt es sich bei Viagra um Film- oder Schmelztabletten, es gibt sie aber auch als Kautabletten. Jede Darreichuungsform bietet eigene Vorteile.

Filmtabletten können relativ leicht geschluckt werden durch den Polymerüberzug. Dieser überdeckt auch einen eventuell schlechten Geschmack der Tablette. Darüber hinaus kann die Beschichtung auch magensaftresistent sein, dadurch entsteht eine verzögerter Wirkeintritt.

Schmelztabletten sind dafür gedacht, wie der Name schon vermuten lässt, im Mund zumindest anzuschmelzen und so ein Teil des Wirkstoffes noch durch die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. So tritt eine Wirkung schnell ein und ein Großteil des Wirkstoffes kann tatsächlich verwertet werden.

Kautabletten werden gekaut. Dadurch entfällt ein Herunterschlucken und ähnlich wie bei den Schmelztabletten gibt es einen schnellen Wirkeintritt und eine höhere Verwertung.

Die Dosierung bei Film- und Schmelztabletten reicht von 25mg, 50mg zu 100mg,

Kautabletten in 50mg- und 100mg-Dosierungen.

Die durch den Arzt verordnete Dosis sollte keinesfalls überschritten werden.

Ein Schluck Wasser während der Einnahme erleichtert diese und die Tablette erreicht schnell den Magen.

Im Internet wird, vor allem aus den USA, Viagra in Millionenzahl mittels Spam-Mails beworben und auch ohne gültiges Rezept an jedermann verschickt.

Geht man darauf ein, riskiert man nicht nur ein gesundheitliches Risiko dadurch, dass kein Arzt sich die Vorerkrankungen angeschaut hat, sondern auch, weil diese Tabletten verunreinigt oder gar gefälscht sein könnten.

Ein Fakt für die Gesprächsrunde

Zum Schluss noch ein erwähnenswerter Fakt, den mit ziemlicher Sicherheit niemand in der Gesprächsrunde kennt.

Der Name Viagra ist ein Kunstwort und rechtlich geschützt worden durch den Pharmakonzern Pfizer. Er soll sich aus dem lateinischen Begriff „vigor“ für „Stärke“ und „Niagara“ zusammensetzen, womit tatsächlich die Niagara-Fälle gemeint sind.